Dienstag, 17. März 2009
Friday cooking torture
"Interkultureller Austausch" - das steht ganz oben auf der Liste, die uns die Hochschule mit auf den Weg gegeben hat. Und mit dem interkulturellen Austausch habe ich es bisher sehr genau genommen. Frau Grünewald, der "schwarze" Engel unter den International Office Mitarbeitern, wäre sicher stolz auf mich. Jeden Freitag treffe ich mich mit meinen aktuellen, verflossenen und zukünftigen Mitbewohnern, deren Freunden und Freundes Freunden um gemeinsam zu kochen. Jeder bringt dabei etwas aus seinem Heimatland mit. So gab es letzten Freitag vietnamesische Frühlingsrollen, taiwanesische Pfannkuchen, Falafel und Tiramisu. Ich habe einen Kartoffelsalat gemacht, zum ersten Mal in meinem Leben. Da muss man also erst ans andere Ende der Welt fahren, um die eigene Küche kennenzulernen. Mir fiel die Aufgabe ehrlich gesagt ziemlich schwer. So richtig deutsches Essen; was ist das eigentlich? Rotkohl und Klöße oder doch die bayrische Weißwurst? Hier unten hätte ich beides nicht bekommen. Also habe ich improvisiert und am Ende etwas annehmbares zusammengezaubert. Meine Mitbewohner waren jedenfalls entzückt. Wie kleine Kinder haben sie sich über den "Deutsch-Salat" hergemacht; ein herrliches Bild. Ich sah mit Sicherheit aber mindestens genauso erstaunt aus. All diese kleinen Leckereien. Wie zum Teufel konnten die Mädels so etwas kochen? Das asiatische Essen wirkte viel exotischer als mein blöder Kartoffelsalat. Für die nächste Woche habe ich mir deshalb etwas ganz besonderes vorgenommen: Erdbeerkuchen. Das ist mit Abstand das Beste, was die deutsche Küche zu bieten hat - nicht wahr?
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1 Kommentar:
Hmm... Falafel! Werde ich hier nachher glaube ich auch essen... ;-)
Grüße aus Kairo,
Patrick
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